Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten(zusammengestellt am 03.05.2004) |
Auch wenn die Ostseite von Fuerteventura die schönsten Strände und die 'seichtesten' Gewässer der Insel aufweisen kann, darf nicht vergessen werden, dass Sie sich beim Baden in offenem Meer befinden. Die meiste Zeit des Jahres, und besonders bei zurückgehender Flut, gibt es schon wenige Meter vom Strand entfernt gefährliche (Unter-)Strömungen, die Sie wie Treibholz mitnehmen. Dagegen sind Sie einfach machtlos, auch als guter und sicherer Schwimmer. Genau dies mussten vor wenigen Tagen drei allzu sorglose Wassersportler am eigenen Leib erfahren. Zwei Schwimmer, die sich zu weit vom Strand der Costa Calma entfernt hatten, konnten nur aufgrund der Aufmerksamkeit und schnellen Hilfe der Rettungswacht und dem Einsatz der alarmierten Feuerwehr zurück an den Strand gebracht werden. Auch eine Kanufahrerin, die sich, wohl ihre eigenen Kräfte überschätzend, zu weit von den 'stillen' Wassern entfernt hatte und sich aufgrund dessen in gar nicht so großer Entfernung vom Strand in arge Bedrängnis gebracht hatte (ablaufende Flut und ablandige Winde), wurde von den schnell handelnden Wasserwächtern zurück auf festen Boden gebracht.
Erfolgreiche Ausstellung im Kunstzentrum Die letzte Ausstellung im Kunstzentrum Juan Ismael in Puerto del Rosario konnte gute Besucherzahlen vorweisen. Die Ausstellung unter dem Motto 'Canarias, por una costa viva' wurde von etwa 3.500 Personen während des abgelaufenen Monats besucht. Schulklassen, Einheimische und Touristen haben sich über verschiedene Themen der veranstaltenden Gruppen ein Bild machen können. Der Initiator, die Universität Las Palmas de Gran Canaria, konnte auf die Unterstützung der Umweltorganisation Adena, des Umweltministeriums und der Inselverwaltung zählen. Zur Zeit, und noch bis zum 16. Juni, ist im Mehrzwecksaal des Kunstzentrums eine Ausstellung des bekannten kanarischen Malers Pedro González mit dem Titel 'La Patera' zu sehen. Weitere aktuelle Ausstellungen: In der 'Casa de la Cultura' , im Kulturzentrum von Puerto del Rosario, sind Gemälde der Malerin Nadim Calvin noch bis einschließlich 25. Mai zu bewundern. Noch bis Ende dieses Monats wird im Café Barrumba in Corralejo, Plaza Félix Estévez, die Ausstellung der kanarischen Malerin Guayda präsentiert.Titel: Flora y Sentimientos (Pflanzen und Gefühle). Das Land-Hotel 'Era de la Corte' in Antigua beherbergt bis zum 28. Mai die Ausstellung der Künstler Pau Valverde und Juan David Matoso. Zu sehen sind Keramik- und Zementarbeiten, sowie Fotografien.
Der verlorene Schlüssel Ende April wurde ein neuer Kinderspielplatz in der Hauptstadt Puerto del Rosario mit viel Getöse und Veranstaltung darum herum eingeweiht. Geschmückt wurde dieser Spielplatz mit einem Kunstwerk aus Marmor, welches den Kater Garfield, in einem Sessel sitzend, darstellt; ein Kunstwerk, entstanden auf einem der Kunstsymposien, welche seit drei Jahren regelmäßig im Herbst in Puerto del Rosario stattfinden. Der Spielplatz, am ersten Kreisverkehr rechter Hand, vom Flughafen her kommend, erhielt den Namen eines bekannten Politikers auf Fuerteventura, Silvestre de León (gest. 2002), welcher den Spitznamen 'El Gato' - 'Die Katze' hatte. Doch schon einen Tag später war der Park, sehr zum Leidwesen der dort hingeeilten Kinder, wieder geschlossen. Der Kinderspielplatz ist mit einem gut zwei Meter hohen Drahtzaun umgeben, und der Zugang erfolgt lediglich über ein abschließbares Tor - für welches man wohl nach der Einweihung den Schlüssel verlegt hatte... Ein Kinderspielplatz nur unter Aufsicht der Verwaltung? Oder einfach ein Schildbürgerstreich? Die Bevölkerung machte sich inzwischen schon 'Luft' in Leserbriefen an verschiedene Zeitungen und Anrufen bei der Verwaltung. Man hoffe, den Schlüssel schnell zu finden, war von dort zu hören...
Neue Kirche in Morro Jable In dem ehemaligen Fischerdorf Morro Jable, im Süden Fuerteventuras, wurde im Februar dieses Jahres die neue Pfarrkirche offiziell eröffnet. Der Bau hatte sich über mehrere Jahre, bedingt durch einige konstruktionstechnische Probleme, hingezogen. Die Kirche ist vis-a-vis der alten, kleinen Kapelle angesiedelt. Man hat bei ihrer Größe dem erhöhten Bevölkerungsaufkommen Rechnung getragen und die Fläche verdreifacht. Die Konstruktion in Form eines Schiffes, ganz nach dem Spiritus des alten Fischerdorfes, "symbolisiert das Schiff, das die Seelen aufnimmt und rettet", wie uns der Pfarrer erklärt. Als Einzigartigkeit auf Fuerteventura ziert die Kirche ein wiederauferstandener Christus; auch die Fenstermosaiks sind sehr eindrucksvoll gestaltet, mit Motiven der sieben Sakramente. Auch als Besucher auf Fuerteventura sind Sie bei den Messen herzlich willkommen.
Freizeitzentrum in Corralejo Wie bereits vor einiger Zeit berichtet, entsteht in Corralejo ein Freizeitpark — und zwar nicht nur für die Unterhaltung und Abwechslung der Besucher während ihres Urlaubs auf Fuerteventura. Der am Rande des Zentrums angesiedelte Park soll unter anderen einen Zoo, eine Minigolfanlage, einen Wasser-Vergnügungspark, sowie kleinere Märkte, Restaurants, Cafés und Pubs beherbergen. Die Grundsteinlegung erfolgte noch zu Zeiten des ehemaligen Bürgermeisters Domingo González Arroyo vor etwa anderthalb Jahren. Wie inzwischen schon gewohnt, hatte man in dieser Ära nicht viel für verwaltungstechnische Fragen über und genehmigte diese Art von Projekten auch schon mal am Rande des Möglichen. Deswegen gingen die Ausführungen der Bauarbeiten an diesem Projekt bislang mehr schleppend voran. Noch gibt es einige Unregelmäßigkeiten in Bezug auf den Zuschlag an die Betreiberfirma zu klären. Inzwischen kann man schon von weitem die hoch aufragenden (zukünftigen) Wasserrutschen sehen, und in etwa lässt ein Blick auf das Gelände die Dimensionen des Projekts erahnen. Sollte alles mal seine (verwaltungstechnische) Richtigkeit erlangt haben und die Anlage fertig sein, ist sie ein wirklicher Zuwachs an das bisher noch recht bescheidene Freizeitangebot auf Fuerte.
Naturschutzgebiet Ajuy Die gesamte Zone um Ajuy - mit seinen vom Meerwasser ausgewaschenen Höhlen - ist auf dem besten Weg, den Status eines Naturschutzgebietes zu erhalten. Die Vorkommen von Fossilien, vor allem von Meeresbewohnern und längst ausgestorbenen Tieren, hat die kanarische Regierung zu diesem Schritt veranlasst. Auch die klimatischen Veränderungen über viele Jahrtausende haben in dem 'Naturmonument von Ajuy' deutliche Spuren hinterlassen, die nicht nur geotechnisch und wissenschaftlich interessant erscheinen. Die neue Verwaltung in Pájara hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Zugang zu den inzwischen bekannten Höhlen für Besucher in einen noch besseren Zustand zu bringen. Die Veranstalter der Inselrundfahrten haben schon seit geraumer Zeit den Stopp in Ajuy in ihr Tagesprogramm aufgenommen. Auch wenn noch viel zu tun ist, einen Besuch ist das Fischerdorf allemal wert.
Das liebe Wetter... Die sonnenverwöhnten Inseln im Atlantik haben diesen Winter einmal kein allzu gutes Wetter vorweisen können. Von einem Extrem ins andere, so ging es die letzten Monate. Waren die Monate Dezember und Januar sehr durchwachsen, hat es sich inzwischen einigermaßen stabilisiert. Nach monsunartigen Regenfällen brachten die Scirocco-Winde (calima) Millionen von Heuschrecken aus dem nahe gelegenen Afrika herüber. Feuerwehr, Zivilschutz und Hunderte von Helfern gingen mit Besen und Schaufeln zur Sache, um der Plage Herr zu werden. Erneute Regenfälle dämmten den weiteren Zuzug ein. Doch schon wenig später überzog den Archipel erneut eine riesige Sandwolke mit entsprechenden Temperaturen — und erneut einer Wolke von Heuschrecken. Diesmal allerdings nicht so extrem, und relativ schnell war das Problem beseitigt. Wochenlang Sonne bescherte uns dann die ersten schlimmen Sonnenbrand-Fälle — Hochsaison für die 'Centro Médicos'! Zur Abwechslung gab's dann mal wieder etwas Regen, wolkenverhangenen Himmel und Sonne in etwa gleichen Teilen. Inzwischen ist wieder alles im Lot: Sonne ohne Ende und angenehme Temperaturen. Der Jahreszeit entsprechend nehmen die Winde bis etwa Ende Juli stetig zu. Einen Vorgeschmack konnten wir schon letzte Woche erleben. Sollten Sie Ihren Urlaub in den nächsten Tagen oder Wochen planen, lassen Sie in Ihrem Koffer Platz für einen wärmenden Pullover oder dergleichen, am Abend nach Sonnenuntergang kann es immer noch recht frisch werden.
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