Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 15.05.2007)

Restrukturierung in Morro Jable geht weiter

Vergangenen Monat hat der Bürgermeister von Pájara, Alcalde Rafael Pérdomo, den Kauf einer zentral gelegenen Immobilie unter Dach und Fach gebracht. Das 'Casa del Mar', bislang in Besitz der Sozialversicherung, ist einer der Eckpfeiler der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen des Altstadtkerns in Morro Jable gewesen.

Der seit Jahren brach liegende Bau einer Tiefgarage, welche die engen Strassen von Morro Jable vom ruhenden Verkehr entlasten soll, musste aufgrund der langwierigen Verhandlungen über jenes Gebäude gestoppt werden.

Bereits ausgelagert aus diesem Block, in dem die lokale Außenstelle der Gemeindeverwaltung, die 'Tenencia de Alcaldía' und das Veranstaltungszentrum 'Casa de Cultura' untergebracht sind, ist das ehemalige 'Centro de Salud' (das Ärztezentrum) und die lokale Polizeidienststelle.

In einer Sitzung des Plenums der Gemeinde Pájara am 17. April wurden die neuen Pläne des Raumordnungsverfahrens, nach etlichen Jahren endlich an die geltenden Gesetze angepasst, bekannt gemacht. In der Vergangenheit hatte die Gemeinde Pájara, wie auch alle anderen Gemeindekreise auf Fuerteventura, ihre Hoheitsrechte in Bezug auf Baumaßnahmen verloren, da die Raumordnungsverfahren, die Baugenehmigungsverfahren und die Bauplanungen nicht an geltende Gesetze angepasst wurden, sondern nach Gutdünken – und aufgrund von Mehrheiten bei den Plenumssitzungen – nach 'Gefühl' genehmigt wurden.

Die neuen Pläne sehen vor, die Bebauung auf den als Hotelparzellen ausgewiesenen Grundstücken, genau: 'Planes Parciales
Turísticos', um durchschnittlich 25% zu minimieren; d.h. ein geplantes 1000-Betten-Hotel kann wohl weiterhin 1000 Betten in seinem Neubau einplanen, aber eben in einem um ein Viertel 'abgespeckter' Baumasse.

Der Einwohnerzuwachs in den kommenden zwölf Jahren in der Gemeinde Pájara (zur Zeit von der PSOE regiert) wird auf etwa 47.000 in total hochgerechnet; zum Vergleich: die vorhergehende Gemeinderegierung hatte diesen auf 65.000 Einwohner kalkuliert. Aktuelle Daten – über 2.007 – gibt es nicht, in den Gemeinden wird z.Zt. mit Zahlen aus dem Jahr 2.005 gerechnet, wobei allerdings
hinlänglich bekannt ist, dass außer den offiziellerfassten 18.173 Residenten viele 'Nicht-Gemeldete' wohnen, essen, arbeiten, die Sozialleistungen und sonstige öffentliche Einrichtung in Anspruch nehmen (müssen) — nicht zu vergessen einige Tausend Halbjahres-Urlauber mit eigenem Grund- und Hausbesitz, sowie rund 30.000 sich täglich im Gemeindekreis aufhaltende Urlauber, die ebenfalls versorgt sein wollen und bei allen Kalkulationen, wie Infrastruktur (Wasser und Abwasser, Strom,
Krankenversorgung, etc.) stets vergessen werden.

Eine enorme Steigerungsrate von jährlichen 10%, dazu die Entwicklungsstruktur, ähnlich einem Schneeballsystem, bringt in den
kommenden 12 Jahren mehr als nur eine Verdopplung der derzeitigen offiziellen Zahlen. Hinzu zu rechnen ist die nicht annähernd schätzbare, 'versteckte' Einwohnerzahl. Hatte die vorhergehende Regierung (Coalición Canaria) besser rechnen oder schätzen können?

Ein Lichtblick ist die prozentuale Erhöhung des Bodens für den sozialen Wohnungsbau. Während der Gesetzgeber 25% des Urbanisierungsbodens per Gesetz (Ley de Suelo) für den öffentlichen Sozialwohnungsbau vorsieht, erhöht die Gemeinde diesen Faktor um weitere 5%. Eine Anhebung auf 12% der Gebäude im öffentlichen Wohnungsbau kommt einer Senkung des Bodenpreises zugute, laut Blas Acosta, dem Minister für Wohnungsbau in der Gemeinde. Und endlich soll es auch Wohnungen im öffentlichen Wohnungsbau in erster Strandlinie geben!

In Bezug auf die Erweiterung des touristischen Angebots, war zu hören, die Pläne bis ins Jahr 2020 sehen die Anlage verschiedener Golfplätze, Sporthäfen, großflächiger Grünanlagen und Sportanlagen vor.

 

Baile de Taifas in Villaverde und Puerto del Rosario

Der Ausdruck 'taifas' stammt aus dem XI. Jahrhundert (original aus der muslimischen Sprache) und bezeichnete kleinere Königreiche, die von Familienclans oder Dynastien regiert wurden. Auseinandersetzungen zwischen diesen Taifas bezogen sich selten auf den Kampf mit Waffen, sondern vielmehr um Prestige: wer den besseren Poeten oder handwerklich geschickteren Künstler vorweisen konnte.

Heutzutage ist darunter eine künstlerische Demonstration der Tanzkünste zu verstehen, wie bei der Einweihung des neu gestalteten Fest- und Veranstaltungsplatzes in Villaverde, der eine Investition von 300.000 € aus dem Gemeindesäckel bedeutete, mit einigen Zugaben seitens der Inselverwaltung.

Das Kultusministerium der Inselverwaltung gibt bekannt, dass noch Reservierungen für den 'Gran Baile de Taifas' in Puerto del Rosario entgegen genommen werden können. Die Veranstaltung in unserer Inselhauptstadt findet regelmäßig am 29. Mai auf dem Friedensplatz (Plaza de la Paz) im Stadtzentrum statt. Es wird bis in den 30. Mai, dem wichtigsten aller kanarischen Feiertage – dem 'Día de Canarias' – hineingetanzt. Reservierungen werden noch bis 18. Mai entgegen genommen. Weitere Information dazu unter 928 862 357 (leider nur in Spanisch).

 

Die Sportmesse ist 'siegessicher'!

Die diesjährige Sportmesse bei Pozo Negro hat sich als ein weiteres Highlight im Veranstaltungsangebot auf Fuerteventura etabliert. Nach der Feuerprobe im vergangenem Jahr war die Neuauflage der 'Feria de Deporte' ein wahrer Publikumsmagnet.

Beim Schlussakt waren vom Inselpräsidenten nur Lobeshymnen zu hören – und der Hinweis auf die jetzt schon angepeilte Ausstellung in kommenden Jahr. Mit hoch gelegter Ziellatte will man, nach der Landwirtschaftsmesse FEAGA, auch auf dem
Sportsektor auf dem kanarischen Archipel die “Nummer Eins” werden. Große Ambitionen, die großes Engagement voraussetzten.

Dafür gab es ein dickes Lob vom “Fuerte-Präsi” (wie jenen ein jüngerer deutscher Besucher am Abend salopp nannte) an alle Beteiligten und die vielen freiwilligen Helfer bei den Sport-Shows.

Eine tolle Koordination der eingeladenen Vereine, Sportgruppen und sonstiger teilnehmender Gruppen, sowie der makellose Verlauf der Veranstaltung war der Sport-Ministerin in der Inselregierung, Srtª Edilia Pérez, zu verdanken, die selbst in einem Schlusswort tiefstapelte: “Das Ziel ist erreicht, welches die Idee war, die einheimische Bevölkerung für gesunde Sportarten zu
interessieren!” Das Endspektakel, vom Gymnastik-Sport-Club "Leymas" aus Puerto del Rosario aufgeführt, beschloss diese “Segunda Edición de la Feria de Deportes” im Messegelände bei Pozo Negro.

Hier noch ein paar Fotos der Messe...


Bei den Pferderennen war die beste Platzierung eines lokalen Teilnehmers
jene des Jockeys Yosué mit dem Pferd "Satria" aus dem Reitstall "Las Pocetas".


Gruppen-Biken – da wurde an- und eingeheizt!!!


Die Eisbahn war der Renner unter den Majoreros! Das gibt's hier nicht alle Tage...


...aber auch die endemischen Sportarten kamen nicht zu kurz. Hier die 'Lucha Canaria'...


... und aus der Not wurde eine Tugend: 'Wasserschöpf' Dich fit!'


Neue 'Sportgeräte' zum Ausprobieren...


Bungee-Springen war der Nervenkitzel Nº 1 – und manch einer nahm
lieber den Aufzug nach unten! Verständlich, oder?


Motorisiertes für Klein und Groß durfte natürlich auch nicht fehlen!


Gerne hätten wir noch mehr gezeigt, allerdings ist auch unser Platz im 'Cyperspace' begrenzt!
Auf alle Fälle: schon mal vormerken für's nächste Jahr, das zweite Wochenende nach der FEAGA,
etwa im Monat April. Das genaue Datum können Sie bei uns zu gegebener Zeit nachlesen.

 

 


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