Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten(zusammengestellt am 14.04.2004) |
"Planeta Neptuno" — das letzte auf Thunfischfang spezialisierte Boot Fuerteventuras geht vor Anker Der ehemalige Eigner erwarb sein Fahrzeug im Jahre 1975; mit einer Kiellänge von 24 Metern und einer Geschwindigkeit von 11 Knoten war es in jener Zeit ein modern ausgestatteter Thunfischfänger. Auf dem Boot war eine Mannschaft von vierzehn Personen fast einen ganzen Monat unterwegs, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Zeiten änderten sich zu sehr in den letzten fast dreißig Jahren, die Thunfischfängerei war nicht mehr rentabel, die Konkurrenz der größeren Schiffe tat ihr Übriges. Luis Chacón, so der ehemalige Eigner jenes Bootes,
vermachte sein schwimmendes "zweites Zuhause" jetzt dem ‘Cabildo Insular
de Fuerteventura’, genauer gesagt der Unterabteilung ‘Consejalía de la
Red Insular de Centros y Museos’ — dem Ministerium für Kulturzentren und
Museen. Seinen letzten Anker wird er wohl im Hafen von Puerto
del Rosario werfen, genauer gesagt am Kai in der Nähe der ‘Escuela
Náutica’, der Seefahrt-Schule, wo er dann für ‘immer’ festgezurrt
bleiben wird. Ein ganzseitiger Artikel in einer auf den Kanaren verbreiteten Tageszeitung mit Aufmerksamkeit heischender Titelseite hat viele Leser wohl über den Inhalt lächeln lassen, während andere sich freudig die Hände rieben und dem Rest sich wohl die Haare sträubten. Wir sprechen von der "Operation Seifenblase", wie sie ein verantwortlicher Dienststellenleiter eines Polizeidistrikts auf Gran Canaria bezeichnete. In strategisch interessanten Punkten der Stadt werden demnach Polizeiautos, überwiegend über’s Wochenende ‘geparkt’, um dem Bürger eine (nicht vorhandene) Sicherheit vorzugaukeln. Zwar wurde in einer Gegendarstellung des beschuldigten Dienststellenleiters klar gestellt, dass sich die zu diesen Polizeieinsatzfahrzeugen gehörenden Beamten normalerweise durchaus in der Nähe ihrer abgestellten Fahrzeuge befinden würden, aber eben auf Fußpatrouille seien. “Und was hat dies mit Fuerte zu tun?”, mag sich jetzt manch einer vielleicht fragen. Dazu folgendes: Auch auf Fuerte ist die ‘Unsichtbarkeit’ der Polizei schon längst aufgefallen. Es wird noch nicht mal versucht, jene Sicherheit vorzugaukeln, wie es der Polizei auf Gran Canaria unterstellt wurde. Auf Fuerte gibt es gut zwei Dutzend Stellen für Polizeibeamte, die nicht besetzt sind. Nicht, weil kein Geld dafür da wäre, sondern weil einfach keiner nach — wohin? — Fuerteventura? — wo ist das überhaupt? — da gibt’s doch garnix’! — weil einfach keiner freiwillig hierhin will. Unter den versetzungswilligen Beamten hat sich wohl auch inzwischen die prekäre Lage der Immigrationswelle herumgesprochen, die hohen Lebenshaltungskosten, die obligatorischen Überstunden, etc. Und selbst wenn jene zwei Dutzend Planstellen besetzt werden würden, Fuerte ist in den letzten Jahren zu schnell gewachsen; d.h. selbst die Planung der Planstellen ist schon längst überholt. Eine gute Seite hatte die Veröffentlichung in besagter
Tageszeitung doch: Besser bewachte Strände für dieses Jahr geplant Im Kreis La Oliva hat man angefangen, sich Gedanken über eine sinnvolle Nutzung der inzwischen seit zwei oder drei Jahren an den Stränden stehenden, meist verwaisten Beobachtungstürme gemacht. Geplant war bei deren Aufstellung auch eine
kommerzielle Nutzung - Kiosk, Eisverkauf, usw., aber inzwischen hat man
umgedacht, wird jene an strategisch bessere Punkte versetzen, und
endlich die Wasserwacht- und Erste-Hilfe-Stationen dort einrichten.
Zusätzlich wurden die Rettungskräfte auch mit neuem, notwendigem
Material ausgestattet, wie zum Beispiel stärkeren Ferngläsern,
Funkgeräten, und selbst ein neues Allradfahrzeug wurde angeschafft. Auch
auf die Aus- und Weiterbildung des Rettungspersonals wird großer Wert
gelegt. Ein Beispiel, das hoffentlich auch in anderen Kommunen auf
Fuerte Schule macht! Weitere Nachrichten in Kürze! |