Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten(zusammengestellt am 30.12.2003) |
| "Time-Sharing" kommt wieder in den Verruf Die erste neue Welle einer größeren Betrugsserie unter dem Deckmantel des Urlaubs im ‘zeitlich geteilten’, eigenen Domizil auf einer der kanarischen Inseln scheint diesmal aus Italien zu kommen. Der italienische Generalkonsul, mit Sitz in Madrid, hat an die ‘Consejería de Turismo’, die kanarische Tourismusbehörde, ein Rundschreiben übersandt. Wie es scheint, hat sich eine dubiose Immobilienfirma, mit Sitz in der Kommune ‘Guía de Isora’ auf Teneriffa, die diesjährige Promotionkampagne in Italien, organisiert von der kanarischen Regierung und verschiedenen italienischen Reiseveranstaltern, ausgenutzt, um ihre eigenen Pläne mit den unbedachten Urlaubern zu verwirklichen. Der bislang entstandene Schaden soll sich inzwischen in der Größenordnung von über zwei Millionen Euro bewegen und weiterhin ausweiten. Der italienische Konsul erhält wöchentlich etwa ein Dutzend Anrufe und Anzeigen über die scheinbar nicht existierende Firma, die wohl auf Teneriffa zu firmieren scheint, aber unter einer Adresse und Telefonnummer auf Gran Canaria agiert, zudem unter einer fiktiven Adresse. Als derzeit betroffene Gegenden sind Appartementanlagen im Süden von Teneriffa, im Süden von Lanzarote und im Norden von Fuerteventura bekannt geworden. Für deren Finanzierung forderte jene Firma An- und Einzahlungen auf ein Konto, die den Betroffenen Löcher von 1.500 bis 19.000 Euro in die Geldbörse rissen.
Vom Norden her Richtung Costa Calma fahrend, ist es schon von weitem zu erkennen anhand seiner eigenwilligen Konstruktion. Manch einer hat sich während der Bauzeit wohl gefragt, ob in dem Urlaubszentrum von Cañada del Río denn eine Kathedrale entstehen würde, — nein es ist das neue Hotel ‘Río Calma’. Am äußersten nördlichen Rand der Costa Calma gelegen und mit einem herrlichen Ausblick über die gesamte Bucht und die langen Sandstrände von Sotavento, hat es eine ideale Lage. Seine erhöhte Ansiedlung macht es den Hotelgästen leicht, einen oder mehrere der beinahe allabendlichen, atemberaubenden Sonnenuntergänge zu betrachten, ohne sich bis an die Westküste begeben zu müssen. Ein Hotel mit 219 Doppel- und 128 Einzelzimmern, 16 Junior- und 16 Suites. Fünf der Unterkünfte sind außerdem an die Notwendigkeiten von Behinderten angepasst. Mit zwei Restaurants und fünf Bars ist für das leibliche Wohl der Hausgäste gesorgt. Zum körperlichen Wohlbefinden können Installationen wie die Biosauna, ein türkisches Dampfbad und die drei Swimmingpools — von denen einer klimatisiert ist und zwei davon Meerwasserpools sind — benutzt werden. Auch an einen speziell für Kleinkinder konzipierten ‘Plantschpool’ wurde gedacht. Gegen die Trägheit im Urlaub verlocken der Fitnessraum, Tennis- und Squashplätze, ein Sport- und ein Minigolfplatz. Konferenzen an der Costa Calma? Auch kein Problem. Vier Konferenzsäle stehen für allerlei Veranstaltungen zur Verfügung, und auch eine Showbühne, Aufenthaltsräume und eine Internetecke wurden nicht vergessen. Die Familie Rodríguez Ramírez, unter dem Firmennamen R2 Hotels, setzt mit der Eröffnung seines ersten (in eigener Regie betriebenen) Hotels auf die Nachfrage nach Service, Annehmlichkeiten und Komfort. Das zweite Hotel der neuen Kette entsteht gerade neben dem H10 Playa Esmeralda, am anderen Ende der Costa Calma. Seitens unserer Redaktion die allerbesten Glückwünsche zum verwirklichten Traum der Brüder Rodríguez.
Gran Tarajal im Wandel Die Straßenbauarbeiten gehen langsam voran, und die Neugestaltung der Einfallstrasse nach Gran Tarajal nimmt ebenso langsam Form an. Dies ist die zweite größere Umstrukturierung der Hauptstraße, die den Ort Gran Tarajal so nach und nach auch für den Tourismus anziehend macht. Bis zum Jahre 1970 war die Dorfstrasse lediglich eine festgefahrene Erd- und Schotterpiste, bis eben in jenem Jahr das erste schwere Gerät zum Asphaltieren der wichtigsten Straßen angefahren wurden. Damals noch ein echtes Spektakel — sogar die Kinder bekamen schulfrei —, werden die Arbeiten heutzutage von der Bevölkerung eher als ‘lästig’ eingestuft. Nur die Kinder sehen noch, wie in den 70ern, den Baggern, Radladern und Planierraupen bei den Arbeiten zu...
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