Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten(zusammengestellt am 8.11.2003) |
| “Overbooking” beim Einchecken? - Neue Rechtslage! “Urlaub geplant, Koffer gepackt und in drei, vier Stunden... — immer noch am Flughafen!? Alptraum vieler Urlauber. Der Reiseveranstalter hat mehr Flugtickets verkauft als die Fluglinie Sitze bereitstellen kann. Das passiert immer wieder zur Hauptreisezeit, und mehr noch, weil, wie gerade erneut vom zweitgrößten europäischem Reiseveranstalter Thomas Cook angekündigt, Fluglinien zwecks Kosteneinsparung und Gewinnmaximierung zusammengelegt werden oder ganz fusionieren. Die Europäische Union und das spanische
Ministerium für Transport und Verkehr haben in den letzten drei Jahren
an einem Dekret zur Entschädigung der Betroffenen gearbeitet. Es soll
folgendermaßen aussehen und ab dem Sommer nächsten Jahres in Kraft
treten: Flugpassagiere, die betroffen sind von einem Überverkauf (Overbooking)
von Flugplätzen, von Verspätungen, oder denen der Einstieg aus anderen
Gründen verweigert wird, haben ein Recht auf eine Entschädigung in Höhe
von € 400,00 oder andere festgeschriebene Rechte wie Unterbringung und
Verpflegung auf Kosten des Flugunternehmers. Das Start- oder Reiseziel
sind dabei die Kanaren und eines der Länder der europäischen Union.
Sollte die Distanz mehr als 3.500 Kilometer betragen, erhöht sich die
Summe auf Schon seit einiger Zeit spielt man mit dem Gedanken, eine Öko-Steuer auf den Kanaren einzuführen, wie es vor wenigen Jahren auf den balearischen Inseln Mallorca, Menorca, Formentera und Ibiza in Angriff genommen wurde. Die Steuer soll in erster Linie zum Schutz und Erhalt der Umwelt genutzt werden und ausschließlich von der Tourismusindustrie abgeführt werden. Im Klartext heißt das, jeder Urlauber bezahlt mit seinem gebuchten Urlaub eine Summe pro Person, pro Tag, die, auf die Preise der Urlaubsreise aufgeschlagen, von den Hotels an den Staat abgeführt werden sollen. Es ist von einem €uro pro Kopf pro Tag die Rede. Eine Blitzumfrage unter der Bevölkerung und passierenden Touristen überraschte alle: Über 80% der Befragten würden mit der Einführung jenes Tributs einverstanden sein, sollte jene Abgabe tatsächlich für Fragen der Umwelt eingesetzt werden. Im Ergebnis, aufgeteilt in Bevölkerung der Kanaren und Urlauber, ist der Meinungsunterschied groß: Einhundert (100!) Prozent der befragten Bevölkerung sprechen sich für die Einführung einer Öko-Steuer aus, unter den Touristen sind es immerhin noch knapp über 70%, die die Abgabe befürworten. Auf den Balearen ist man im Gegensatz zu der hiesigen Diskussion zur Einführung jener Umweltabgabe bereits auf dem Rückzug; dort plant man deren baldige Abschaffung. Auch in Deutschland gibt es in
verschiedenen Gegenden eine Urlauber-Zwangsabgabe, deren Nutznießer die
Kommunen sind: die Kur-Taxe. Neues Kultur-Zentrum in Puerto del Rosario Einer der geschichtsträchtigsten Bauten in Puerto del Rosario ist nach langjährigen Umbau- und Renovierungsarbeiten Mitte Oktober mit einem festlichen Akt seiner neuen Aufgabe übergeben worden: Das ehemalige Kinogebäude ‘Cine Marga’ im Stadtteil ‘El Charco’, am Hafen unserer Hauptstadt. Der Bau, geplant Mitte der 50er des vergangenen Jahrhunderts, genehmigt und erbaut im Jahre 1960 von den damaligen Eigentümern Castro und Guillermo Martínez Soto, wurde sogleich der gesellschaftliche Mittelpunkt der damaligen Bevölkerung des damaligen "Puerto de Cabras". Ein Kino, eine ‘Discothek’ und künstlerische Akte von angehenden Artisten, die auf der Bühne ihre ersten Schritte zum Ruhm unternahmen, konvertierten das ‘Cine Marga’ zu DEM Treffpunkt - und nicht nur der damaligen Jugend. Der Niedergang begann Ende der 80er Jahre - dem Beginn der massiven touristischen Entwicklung Fuerteventuras - und Anfang der 90er schloss das ‘Cine Marga’ seine Türen. Ohne eine Idee für die weitere Nutzung des Gebäudes begann dessen Verfall. Vor wenigen Jahren erwarb die Inselregierung, damals noch ohne konkrete Pläne zur weiteren Nutzung, die Ruine. In den vergangenen zwei Jahren wurde eine anfängliche Idee vom Kultusministerium in die Tat umgesetzt, und am 17. Oktober diesen Jahres in neuem Glanz der Öffentlichkeit vorgestellt: das Kultur-Zentrum der schönen Künste ‘Juan Ismael’, in Gedenken an den einheimischen Maler und Namensgeber jener Einrichtung. Die detailgetreue Restaurierung der Fassade lässt viele einheimische Anwohner in Erinnerungen an jene ‘schöne’ Zeit schwelgen. Der Innenraum wurde vollkommen neu gestaltet und an die neuen Bedürfnisse angepasst. Auf vier Etagen sind nun Ausstellungssäle, eine Cafetería, ein Geschäftslokal, Handwerksräume für Künstler, zwei Konferenzräume für bis zu 112 Teilnehmer auf einer Fläche von 550 qm, ein Vorführungssaal, sowie ein Geschichtszentrum mit Bibliothek und dazu gehörender Videothek mit Internetzugang untergebracht. Beim Betreten des Gebäudes befindet man sich direkt in einer großen Eingangshalle, die, geradewegs folgend, auf einer Terrasse auf der Meerseite endet. Zu Ehren der Einweihung wurden vom ‘comisario’ des Kulturministeriums, Fernando Martín Galán, Arbeiten von einheimischen und ansässigen Künstlern unter dem Motto “¡Agua!” (Wasser) ausgewählt. Berühmte und bekannte Künstler wie Klaus Berends, Sagrario Cabrera, Carlos Calderón, Javier Camarasa, Andreas Castagna, Juana Fránquiz, Elvira Isasi, Silverio López, Jesús Machín, Loren Mateo, Chus Morante, Reiner Müller, Toño Patallo und Peter Wehr waren die ersten, deren künstlerischen Aktivitäten jene Ehre zuerkannt wurde, die Kunst ‘made in Fuerte’ zu repräsentieren und der Einweihung den passenden Rahmen zu verleihen. Interessant ist die akustische Untermalung, eine Zusammenstellung von ‘Wasser-Klängen’ - Geräusche von Regen, fließendem Wasser im Landesinneren, Tropfen des Wassers in ein Wasserdepot und, natürlich, der Klang des Meeres und der Wellen. Zu finden ist das ‘Centro de Arte Juan Ismael’ in Puerto del Rosario: Aus dem Süden kommend biegen Sie gleich am ersten Kreisverkehr (jener der die Kreation einer aus Eisenresten gefertigten Nachbildung eines Mannes im Zentrum stehen hat) nach rechts ab, der Ausschilderung Richtung Hafen folgend (puerto comercial). Etwa 1,5 km der Hauptstrasse folgend, den Hafen passierend, können Sie bei der Tankstelle an der linken Seite langsam einen Parkplatz suchen. Vom Norden her ist es etwas komplizierter: Aus Corralejo kommend nehmen Sie direkt die erste Ausfahrt und folgen dem Verlauf der (abbiegenden) Hauptstrasse. Am nächsten Kreisverkehr biegen Sie nach links in die Innenstadt ab. Ab hier ist dann auch der Hafen ausgeschildert. Verlieren Sie sich nicht in der Innenstadt, es gibt viele Kreuzungen, an denen Sie nicht nach links Richtung Meer abbiegen dürfen. Die Öffnungszeiten des Kunstzentrums:
Dienstag bis Samstag, von 10.00 h bis 13.30 h und von 17.00 h bis 21.00
h. Es ist noch die Eröffnungsausstellung “¡Agua!” zu sehen.
Weitere Nachrichten in Kürze! |