Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 13.04.2007)

Die Landwirtschaftsmesse 2007 in Pozo Negro übertraf alle Erwartungen

Am vorletzten Freitag stand auf dem Plan vieler Schulen der Besuch der Ausstellung auf dem Mehrzweckgelände in
Pozo Negro. Am darauf folgenden Wochenende war die FEAGA 2007 Ausflugsziel für viele Inselbewohner — und scheinbar hat sich die Veranstaltung auch inzwischen bei den ausländischen Residenten herumgesprochen, die einen Großteil der Besucher ausmachten.

Der 'burro majorero' (der einheimische Esel) und 'labores tradicionales' (traditionelle Arbeitsweisen), die Gefügelausstellung und ein Wettbewerb der Brieftauben, der Kinderliebling 'cabra majorera' (die einheimische Ziege), typische Lebensmittelprodukte wie der Käse Majorero, Salben und Cremes aus der Aloe Vera, selbstverständlich die Tomaten, Weine — und als Neuheit Oliven aus
heimischen Anbau mit Gratis-Verköstigung vor Ort – waren beliebte Anlaufstationen.

Für technisch interessierte waren beliebte Anlaufpunkte die Stände der Landwirtschaftsmaschinen, Sportboote und der Quads, Wasserwiederaufbereitung und -Verteilungssysteme, Solarpaneele und Windkraftanlagen.

Fast kein Besucher blieb ohne ein Foto des bereits legendären Kleinlasters des Don Gustavo Winter aus Cofete und des ersten auf der Insel verkehrenden Linienbusses der Firma Transgoro S.L., beide mit viel Liebe zum Detail und im Auftrag der Inselregierung restauriert.

Vertreten waren auch Stände der anderen Inseln des kanarischen Archipels, die zwar im weltweiten Markt mit den lokalen Produkten konkurrieren, auf der Messe allerdings eine perfekte Ergänzug des Gesamtangebots darstellten.

Hunderte Schaulustige versammelten sich bei der Vorführung der Arbeit der Ziegenhirten. Etwa 500 der ständig meckernden 'Cabras' wurden in einem Corral zusammengetrieben, Ziegen, Böcke und 'Baifos' (Zicklein). Eine Demonstration des Ziegen-Melkens und der Markierung der Jungtiere wurde mit viel Interesse beobachtet und manch ein Besucher hätte es auch gerne mal selbst versucht...

...und manch einer war nach den drei Tagen der Veranstaltung etwas müde...

In wenigen Tagen, vom 19. bis 22. April, steht auf dem Messegelände bei Pozo Negro die hiesige Sportartikelmesse auf dem Programm. Demonstrationen von Puenting (Bungee-Springen), Tischtennis, Bogenschießen, Athletik, Modellbau, kanarische und galizische (endemische) Sportarten, Billiard, rhythmische Bodengymnastik, Badminton, Fechten, Kanu, Golf, Karting, Reiten – nur um einige zu nennen – stehen auf dem Programm (neben den bereits klassischen Sportarten auf Fuerte wie Surfen und Kiteboarding).

Und dann geht's weiter in Antigua. Dort beginnt am Donnerstag, dem 3. Mai, die seit vielen Jahren etablierte Messe der Handwerkskunst in ihrer bereits zehnten Auflage.

 

Vorsicht bei den sogenannten “Sofort-Krediten”

Die kanarische Regierung veröffentlichte am 31. März per Presseerklärung aus gegebenem Anlass eine Stellungnahme zu den in der TV-Werbung und anderen Medien angebotenen “Sofort-Krediten”, die laut Werbeangaben “leicht, ohne viel Papiere, innerhalb von 24 oder 48 Stunden, frei zur Verfügung, usw.” jedermann ohne viel Komplikationen zugestanden werden. Auch Umschuldungen bei Überfinanzierungen oder das Zusammenlegen von verschiedenen Krediten oder Darlehen werden dabei angeboten.

Nach Angaben des Generaldirektors des 'Ministero de Consumo del Gobierno de Canarias', Pedro Rodríguez Pérez, sind diese Angebote mit Vorsicht zu genießen! Leicht kommt es dabei zu einem vorgegaukelten, nicht reellen und überhöhten Liquiditätsrahmen des Konsumenten. Die Amortisierung wird dabei über viele Jahre gestreckt, was sich vor allem in der Höhe der Gesamtsumme des Kredits mit Nebenkosten bemerkbar macht — trotz der oft angegebenen niedrigen Monatszinsen, die allerdings zu einem reellen Vergleich als Jahreszins hochgerechnet werden sollten.

So steigert sich jene günstige Endfinanzierung und somit der Zinssatz bei diesen Sofort-Konsumenten-Krediten leicht auf bis zu 30% (und einige liegen sogar noch darüber!), verglichen mit lokalen Hausbanken, die je nach Kredithöhe für Kleinkredite etwa 7-8% kalkulieren.

Auch sind bei diesen Kreditanbietern eventuelle Rücklastschriften mit extrem hohen Nebenkosten belegt, die erst im Fall der Fälle auf dem Kontoauszug oder einer Nachlastschrift erscheinen.

Viele der Kleinkreditanbieter sind nur Vermittler oder betreiben hauptsächlich andere Gewerbe und vermitteln diese Sofort-Gelder auf Provisionsbasis, was den Abschluss jener Kreditverträge nochmals verteuert.

Dazu merkte der Pressesprecher des Ministeriums noch an, dass fast die Hälfte aller spanischen Haushalt nur mit finanziellen Schwierigkeiten und Engpässen das Monatsende erreicht, nicht aufgrund einer einzelnen Hypothek, sondern wegen der Summe der nebenbei laufenden Kleinkredite!

Neues mobiles Einsatzgerät für die lokale Polizei

Die Polizei in Morro Jable verfügt seit vorvergangener Woche über ein neues Einsatzfahrzeug, ein Quad, ausgestattet mit allem notwenigen Einsatzequipment, wenn auch — bedingt durch seine Größe — in geringerem Umfang als ein vergleichbares Straßeneinsatzfahrzeug. Das Fahrzeug wird bereits im Streifendienst eingesetzt.

Das Cabildo de Fuerteventura (die Inselregierung) ist damit dem offiziellen Verlangen des Bürgermeisters von Pájara nachgekommen, der lokalen Polizei ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, damit auch unzugängliche Strandabschnitte im Süden dem Auge des Gesetzes nicht verborgen bleiben. Die vorhandenen Allradfahrzeuge sind für viele Stellen an dem 30-km-Strand nicht das adäquateste Einsatzfahrzeug, da auch jene zu schwer für die feinsandigen Strände sind und sich festfahren würden.

Auf dem Foto das neue angeschaffte Einsatzfahrzeug, ein Quad der Marke Suzuki 4x4 700ccm, womit jetzt in Pájara zwei derartige geländegängige Quads, in Morro Jable und in Costa Calma, die Sicherheit der Strandbesucher sicherstellen.


Auf dem Foto v.r.n.l.:
Lázaro Cabrera (Min.f.Sicherheit); Rafael Perdomo (Bürgermeister v. Pájara); Mario Cabrera (Präsident des Cabildos)

 

Reporter auf Informationstour

Die nördlichste Gemeinde auf Fuerteventura, La Oliva, erhielt den Besuch von dreißig Reportern verschiedener nationaler und internationaler Zeitschriften , die sich für eigene Reportagen einen persönlichen Eindruck vom Angebot der Gemeinde auf dem Tourismussektor machen wollten.

Nach einem Besuch bei der Bürgermeisterin, Claudina Morales, ging es auf Entdeckungstour:
die Dünenlandschaft von Corralejo, die Insel Lobos, das Fischerdorf El Cotillo und die frisch restaurierte 'Casa de Los Coroneles' in La Oliva standen auf dem Programm. Den Abschluss bildete ein Besuch des 'Heiligen Berges Tindaya', wo die schreibende Zunft über die Pläne vom zukünftigen 'künstlerischen Innenleben' informiert wurden.

Nach den verschiedenen Versammlungen wurde den Teilnehmern dieser abwechslungsreichen Info-Session allerhand Promotion-Material mit auf den Weg gegeben. Auch weitere Promotion-Kampagnen werden von der Gemeinde La Oliva mittlerweile ausgeführt, wie z.B. die neuen großflächigen Lackierungen auf den lokalen Linien- und Sonderbussen, die Bilderreihen eindrucksvoller Landschafts- und Detailaufnahmen zeigen, mit welchen man demnächst auch die lokalen Taxen der Gemeinde La Oliva dekorieren wird.

 


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