Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 06.08.2003)

Aus Deutschland warnt das BKA vor Time-Sharing-Betrügern!

Das Bundeskriminalamt (BKA) mit Sitz in Wiesbaden hat eine Kampagne gestartet, um allzu unvorsichtigen Urlaubern das teure Erwachen zu Hause zu ersparen. Gewarnt wird vor unlauter arbeitenden Firmen, die die lockere Urlaubsstimmung der Touristen ausnutzen, um ihren zwielichtigen Geschäften nachzugehen — den Verkauf von Time-Sharing-Anteilen an Häusern, Appartements, Ferienanlagen, etc.

Time-Sharing (zu deutsch: Teilzeit) ist bekannt geworden Ende der 70er Jahre. Die Idee war, den Teil einer Immobilie zu erwerben, die dann in der ‘gekauften Zeit’ als Eigentum während einer festgelegten Zeit über mehrere Jahre benutzt werden kann. Für den Konstrukteur war der Vorteil, ein Objekt mit guter Rendite zu veräußern, für den Käufer eines der Immobilienanteile die entgeltlose Nutzung eines (Ferien-) Domizils und die Verteilung der kommunalen Kosten auf alle Eigentümer. Soweit die Theorie.

Doch schon bald kamen auch die schwarzen Schafe auf dem Immobilienmarkt auf den Trichter, mehr rauszuholen, und konvertierten die eigentlich gute Idee in ein rotes Tuch für solvente Immobilienanleger. Länderübergreifende Gesetze versuchten — mehr oder weniger erfolgreich — die unlauteren Anbieter vom Markt zu eliminieren. Nach jahrelangen Querelen, Klagen geneppter Käufer, Verurteilungen verschiedener Immobilienunternehmen und auch bankrotten Firmen und Privatanlegern, wurde es still um die Time-Sharing-Strategie.

In den Endphasen des alten Jahrtausends kamen die Time-Sharing-Anlagen wieder in Mode, und das Spiel scheint sich zu wiederholen. Das BKA hat gerade jetzt, in der Haupt-Urlaubsreisezeit, Werbekampagnen auf deutschen (Ab-) Flughäfen begonnen, um eben ein böses Erwachen nach der Urlaubsrückkehr für über den Tisch gezogene Touristen schon im Vorfeld zu verhindern. Gewarnt wird vor allem vor den Reisezielen ‘Spanisches Festland’, ‘Dominikanische Republik’ und ‘KANARISCHE INSELN’. 

Wurden vorher die Käufer in spe auf der Bummelmeile der Touristenzentren angesprochen, so ist heute die neue Masche der ‘Anmacher’ die ‘Kunden- werbung’ am Strand. 

Das BKA rät eindringlichst, nichts zu unterschreiben, was Sie nicht verstehen - sei es umständlich formuliert oder in einer Ihnen nicht geläufigen Sprache! Unterschreiben Sie nichts unter Druck! Lassen Sie sich nicht durch ein paar schöne Umschreibungen und viel Gerede einlullen! Im Zweifelsfall: Finger weg! Stehen Sie auf und gehen Sie! Bedenken Sie auch, dass Sie sich - trotz EU - in einem fremden Land befinden, mit anderen Gesetzen! Sollten Sie trotz aller Warnungen einen Vertrag unterschrieben haben (was leider oft vorkommt!) und wollen Ihren erstandenen Anteil wieder veräußern, seien Sie vorsichtig vor allzu eifrig sich anbietenden Notaren oder Anwälten! Unter Umständen könnte da eine Verwinkelung zu der Immobilienfirma bestehen und Sie werden gleich nochmals über den Tisch gezogen...!

Das BKA fügt auch hinzu, dass nicht alle Time-Sharing-Anbieter unseriös arbeiten, leider aber der Großteil!

Der Rat unserer Redaktion: Sie sind zum Urlauben gekommen?! Machen Sie Urlaub! Wollen Sie ein Appartement kaufen, können Sie das auch — nach gründlichem Nachdenken und Recherchieren - von Ihrem Heimatort aus. Uns allen, die wir vom Tourismus leben, ist ein zufriedener Urlaubsgast in irgendeinem Hotel, Appartement oder Wohnwagen lieber, als ein betrogener Immobilienanleger, der unser Urlaubsziel bis auf weiteres wegen besagter Probleme aus seiner Weltkarte streicht.....!!!

Angegriffen von drei 'Pitbull-Boxer’-Mischlingen an der Costa Calma

Folgendes passierte am Montag, dem 21. Juli, gegen 13.00, vor der Post an der Costa Calma: Eine Mutter und ihr neunjähriger Sohn, Anwohner besagter Region, gingen mit ihrem Hund der Rasse ‘Golden Retriever’ spazieren. In Höhe der Zweigstelle der Post wurden sie von drei aggressiven Hunden, Mischlingen der Rassen ‘Boxer’ und 'Pitbull’, angegriffen...

Im gleichen Moment näherte sich ein vierter jener ‘Kampfhunde’ der Rasse ‘Pitbull’, und, obwohl vom ‘Herrchen’ an der Leine geführt, riss auch jener sich los und gemeinsam griffen sie den ‘Golden Retriever’ an und drängten ihn auf die Straße ab. Der Fahrer eines Linienbusses, der gerade zufällig vorbeifuhr, stoppte seinen Bus und versuchte, die Hunde zu trennen. Ein anderer Anwohner, der ebenfalls dazukam und die Hunde zu trennen helfen wollte, wurde von einem der Pitbulls angegriffen und böse an der linken Hand verletzt, in die sich einer der Kampfhunde festbiss. Der Vater der Familie, der in der Nähe arbeitete, eilte schleunigst zu dem Geschehen, und unter Aufbietung aller Kräfte gelang es ihm schließlich, die Hunde zu trennen. 

Der ‘Golden Retriever’, sofort zu einem Veterinär gebracht, erlitt zahlreiche Bisswunden am ganzen Körper und es war ein sofortiger ärztlicher Eingriff erforderlich.

Während des Geschehens stand der Eigentümer der drei Kampfmischlinge teilnahmslos, das Geschehen beobachtend, in einiger Entfernung zum Geschehen. Jener Eigentümer, bekannt in der Nachbarschaft der Appartementanlage ‘Solo Amigos’, zählt bereits mit zehn (!) Anzeigen, bezugnehmend auf seine Hunde, zu den traurigen Rekordhaltern auf Fuerteventura. “Scheinbar,” so einer der Anwohner, “muss erst jemand sterben, bevor hier etwas bewegt wird, damit endlich eine definitive Lösung in Bezug auf die Hunde und das Individium, dem sie gehören, gefunden wird.” Nach den Geschehnissen sperrte er seine Hunde seelenruhig ins Haus ein. 

Laut geltendem Recht muss der Halter jener Hunderassen, die als ‘gefährlich’ eingestuft sind, eine gültige Befähigkeitsbescheinigung der lokalen Verwaltung, die ihm die psychische und physische Vorraussetzung zum Führen jener Tiere bescheinigt, vorweisen sowie eine artgerechte Unterbringung der Tiere nachweisen können. Die Hunde ihrerseits müssen (!) In der Öffentlichkeit einen Maulkorb tragen und angeleint sein. Ohne Ausnahme!

Die Strafen für leichtere Vergehen, wie es das Führen jener Tiere ohne Leine oder Maulkorb sein könnten, bewegen sich zwischen 150 und 300 Euros, steigend bis zu einem Strafgeld in Höhe von bis zu 15.000 Euros bei Personenschäden... Unangetastet bleibt dabei die privatrechtliche Seite, sprich Schadensersatzklagen.

Genauer nachzulesen ist dies im ‘Real Decreto’ (Gesetzesverordnung) von 27. März 2002, in Bezug auf das Gesetz 50/99, veröffentlicht im ‘Boletín Oficial del Estado’ (Staatsanzeiger) vom 27. März 2002. Lesen Sie dazu auch unseren Bericht zur Veröffentlichung jenes Gesetzes in den ‘Inselnachrichten vom Sommer 2002’.

Schon mal eine Inselrundfahrt gemacht...?

...und eventuell mit Reiseleiter an Bord? Dann lesen Sie mal folgendes... und wir hoffen, Ihnen ist dies noch nicht passiert...!

Die spanische Organisation ‘Asociación Profesional de Informadores Turísticos’, kurz APIT, die Dachorganisation für hauptberuflich ausgebildete Reiseführer, hat die Vorgehensweise der hier auf Fuerteventura ansässigen Reiseveranstalter kritisiert. Aus ‘Mangel an fachkundigem Personal’ werden Reiseleiter, eigentlich eingesetzt von den verschiedenen Touristikunternehmen zur Vor-Ort-Betreuung der Reisegäste, zur Begleitung als Führer bei Inselrundfahrten, VIP-Touren, etc. zweckentfremdet. Oftmals nur wenige Tage auf der Insel, sollen jene also den Teilnehmern einer dieser Rundfahrten erklärend zur Seite stehen, Wissenswertes übermitteln und Sehenswürdigkeiten kommentieren. 

"Und genau da hapert es gewaltig", so die Vizepräsidentin der APIT, "oder wie kommt es sonst zustande, dass sich ‘Miguel de Unamuno’, dessen Denkmal am Fuße des Berges ‘Montaña Quemada’ zu besichtigen ist, in den “berühmtesten Stierkämpfer, den Fuerteventura jemals hatte” konvertiert hat, oder jener ‘Reiseleiter’, der erklärte, der ‘Picón’, jene zerstoßenen Vulkangesteine, die vielerorts zum Schutz vor der Austrocknung des Bodens in Gartenanlagen benutzt werden, müsse aus Lanzarote importiert werden, da auf dem Territorium von Fuerteventura keine Vulkane vorzufinden seien. Und wenn dann noch jemand erklärt," fährt die Repräsentantin der Organisation fort, " dass das Klima auf Fuerteventura eigentlich eisig und frostig sei, hat er entweder seine Instruktionen falsch interpretiert oder die Klimaanlage im Bus ist einfach zu hoch eingestellt.....!! Die Insel Fuerteventura befinde sich im Pazifik, die Hauptstadt sei ‘eigentlich’ Agadir und die Kanaren gehören zu Afrika und haben mit der EU ‘gar nichts’ zu tun, können auch nur gequält belächelt werden." 

Ist Ihnen so etwas auch schon mal passiert? Unser Online-Forum ist die ideale Stelle, um auch andere darüber lachen lassen zu können. Nur Mut!

 


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