Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 05.08.2006)

 

Die Hotels auf Fuerteventura erreichen eine 90% Auslastung und der Süden meldet: ‘Alles belegt’

Fuerteventura festigt sich als Sommer-Reiseziel für Besucher aus Spanien, Italien und Island. Der Präsident des touristischen Unternehmerverbandes stellt fest: “Das Problem ist, dass es nur zwei Monate sind”.

Fuerteventura festigt sich als Reiseziel für den Sommer und kommt an eine Auslastung von 100% heran. Nach dem Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Antonio Miguel Marrero, ist der Süden ausgebucht und im Durchschnitt gilt eine Belegungsrate von 90% auf der gesamten Insel. “Die Monate Juli und August sind die besten und seit drei Jahren ist der Sommer die stärkste Zeit, während es vorher der Winter war”, bemerkt Marrero.

Urlauber vom spanischen Festland und diejenigen aus Italien bilden die Mehrheit in der Sommersaison, neben dem beginnenden Tourismus aus Frankreich und Island. Dieser begann kürzlich und wurde während des Aufenthalts der Verantwortlichen aus Reykjavik als voller Erfolg gefeiert.

"Das ganze Jahr über haben wir Gäste aus Deutschland und England. Doch bemerkenswert ist die große Anzahl der Spanier vom Festland, die in den Sommermonaten kommen. Außerdem ist es uns gelungen, einen italienischen Reiseveranstalter zu finden, der Fuerteventura als einzige kanarische Insel für seinen Sommerkatalog ausgewählt hat”, so der Geschäftsführer des Tourismusverbandes.

Der Rat für Tourismus der Inselregierung betont zusätzlich, dass die Besucher in der Sommerzeit hauptsächlich Familien und Paare mit einer hohen Kaufkraft sind und ihr Geld in Restaurants, Bars und Cafés ausgeben.

Auf der anderen Seite stellt der Präsident der Asociación de Empresarios de Hostelería y Turismo ( AEHT) - Geschäftsverband für Hotelgewerbe und Tourismus auf Fuerteventura, Antonio Hormiga, fest, “das Problem ist, dass es diese Bewegungen nur während zwei Monaten gibt, das Jahr aber 12 Monate hat”. Und Hormiga fügt hinzu, dass die aktuelle Saison gut läuft “und das ist sehr positiv, denn was uns interessiert ist, die Krise zu beenden und auch für die Wintersaison eine gute Auslastung zu erreichen”.

Nach dem Urteil des Präsidenten des AEHT beginnt die Insel "das Licht zu erblicken und den Tunnel zu verlassen, weil wir dieses Jahr noch einige Monate Reserve haben, wie z.B. das letzte Quartal ”. Antonio Hormiga besteht darauf, dass daran gearbeitet werden muss, den ’All inklusive Urlaub’ soweit wie möglich zu reduzieren. Dieser schadet nicht nur den Taxiunternehmern, Einzelhändlern und Restaurantbesitzern, sondern auch den Hoteliers. “Uns beunruhigt auch, dass viele Touristen ein Billigpaket gebucht haben mit "all inklusive", weil dabei der Gewinn minimal ist und die Touristen nur eine geringe Kaufkraft besitzen”.

Auf der anderen Seite, hält der Rat für Tourismus der Inselregierung Kontakte zu den Hotelketten, um die Problematik zu lösen, die ausgelöst wurde durch die Essenszeiten. Die spanischen Touristen hatten sich beschwert, dass im letzten Jahr im Sommer die Essenszeiten an die Gewohnheiten der Engländer angepasst wurden. Und zwar für das Mittagessen von 12 Uhr bis 14 Uhr und für das Abendessen von 18 Uhr bis 20 Uhr.

Wir fordern von den Zuständigen, dass die Essenszeiten verlängert werden, weil wir auf den nationalen Tourismus setzen und dessen Gewohnheiten korrespondieren nicht mit den unseren” betonte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes.

 

Die Reisebüros klagen über den Anstieg von illegalen Exkursionen auf der ganzen Insel

Die Reiseveranstalter beziffern den Anstieg des unlauteren Wettbewerbs in diesem Sektor auf 30%. Die Ausflüge werden auf offener Straße oder in Bars zu niedrigen Preisen verkauft, aber ohne Versicherung für die Teilnehmer.

Die Vereinigung der Reisebüros auf Fuerteventura ist empört über das Anwachsen der organisierten Gruppen, die Ausflüge anbieten, ohne durch die Inselregierung dazu berechtigt worden zu sein, ohne Lizenzen und ohne Ausbildung, um die Besucher zu betreuen. Ein unlauterer Wettbewerb, der sich wie ein Gewächs über alle Touristengebiete im Norden, in El Castillo, in Antigua ausbreitet. Sie schicken sich an, die 30% in dieser Branche der Freizeitgestaltung für Touristen zu überschreiten. Sie handeln eigenmächtig, ohne dass irgendjemand Kontrollmaßnahmen ergreift.

“Die Verantwortlichen tun gar nichts. Der Rat für Tourismus der Inselregierung hat nicht genügend Aufseher, um die illegalen Geschäftemacher zu verfolgen und deren Praktiken ein Ende zu machen”, so der Sprecher des Verbandes der Reisebüros der Insel, José Aracil.

Die illegalen Exkursionen werden auf offener Straße angeboten inklusive Broschüren, in Bars und Cafés “und an der einen oder anderen Hotelrezeption” berichtet J.A.. Die Ausflüge sind sehr viel billiger und sind nicht von der gleichen Qualität, wie die der Reisebüros. Außerdem sind die Organisatoren nicht ausgebildet und, wie der Verband erklärt, “einige sprechen sogar kein Spanisch”. Das schlimmste ist nicht, dass sie ohne Lizenzen arbeiten, sondern, so J.A. “die Reiseagenturen sind dazu verpflichtet, dem Kunden eine spezielle Absicherung zu geben und es wird immer eine Versicherung unterschrieben, um jeglichen Vorfall abzusichern, etwas, das die illegalen Gruppen nicht anbieten”.

Man stellt immer wieder fest, dass die erwähnten Verkäufer der illegalen Touren gecharterte Busse einsetzen, um die Touristen zu befördern, und für den Fall, dass irgendein Unfall passiert, dafür keine Versicherung besitzen.

“Wir fühlen uns im Stich gelassen von den Verantwortlichen, die weder auf der Insel noch auf regionalem Niveau daran arbeiten, dieses Problem zu lösen”, klagt José Aracil im Namen der Reisebüros von Fuerteventura. Die Vereinigung erinnert daran, dass der größte Schaden für den touristischen Bereich darin besteht, das “viele Besucher, die an diesen billigen Ausflügen teilnehmen, unzufrieden sind, oder sich betrogen fühlen und ihren Besuch auf Fuerteventura nicht wiederholen möchten”.

Fakten

Ausflüge
"Die Reisebüros der Insel arbeiten äußerst professionell und mit viel Erfahrung die Exkursionen aus, die sie dem Kunden anbieten. Für 40 € erreicht der Tourist die schönsten Orte und Freizeitzentren der Insel und zusätzlich wird ein reichhaltiges inseltypisches Essen angeboten. Die illegalen Angebote sind sehr viel billiger, ohne Essen und ohne jede Versicherung. Diese Geschäftemacher schaden dem Ansehen der Insel”. Die Angebote richten sich vor allem an britische und deutsche Urlauber

Der unlautere Wettbewerb, unter dem die Reisebüros, die ihre Steuern zahlen und ihre Papiere in Ordnung haben, täglich leiden, weitet sich auch auf die Einkaufszentren aus. Der deutsche Reiseveranstalter Werner Binder, der selbst Mitglied ist im Verband der Reisebüros, sagt: “Die Gruppen, die diese Exkursionen anbieten, führen Verkaufsveranstaltungen durch, bei denen weitere Produkte angeboten werden”. Laut Binder verkaufen sie mit folgenden Mitteln: “Sie bringen die Touristen dazu, sich zu einem Kauf zu verpflichten, wenn sie an einem Ausflug teilnehmen”. Die Expeditionen werden hauptsächlich deutschen und britischen Gästen angeboten. ”Spanier, sowohl Kanarier als auch Festlandspanier sind nicht so leicht zu überzeugen”, stellt Binder fest und betont: “Dieser unlautere Wettbewerb schadet dem Ansehen der Insel und verursacht, dass die Urlauber sich betrogen fühlen und der Urlaub auf Fuerteventura einen bitteren Beigeschmack bekommt”. Die illegalen Gruppen bieten Decken und Aloe-Vera-Produkte an. Ein gutes Geschäft, das sie bereichert und verhindert, dass der Tourist nachher auf eine Exkursion mit Qualität setzt, “weil diese zu teuer erscheint”, so Binder.

 


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