Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 08.06.2006)

 

ACHTUNG UND AUFGEPASST: BETRUG ÜBER TELEFON !

Heute morgen kam der Hinweis der Telefónica, dass z.Zt. den Telefonkunden der verschiedenen Serviceanbieter mit Festnetzanschluss Telefónica, Ono, Wanadoo, etc. übel mitgespielt wird. Für einige leider etwas zu spät, denn auf Fuerteventura (und nicht nur hier!) mussten schon einige Ansässige und da vor allem ausländische Residente mit Festnetztelefonen und Digitalleitung (ISDN, ADSL) bittere Erfahrungen machen. Aber auch normale Telefonleitungen sind davon betroffen, auf ähnliche Art, wie weiter unten im zweiten Beispiel beschrieben.

Leider suchen sich die Betrüger immer wieder Opfer aus, die leicht zu übertölpeln sind, was auf einer Insel wie Fuerteventura in diesem speziellen Fall die nicht oder ungenügend Spanisch sprechenden Ausländer sind.

Hier der 'Trick' in seinen zwei aktuellen Versionen:

a) Ein Anrufer, der sich als 'Servicio Técnico de Telefónica', als technischer Dienst der Telefónica oder von einer mit der Telefónica kooperierende Firma (ganz speziell wurde hier auf “ATT” hingewiesen) ausgibt, fordert Sie telefonisch auf, eine bestimmte Tasten-Kombination zur Überprüfung der Telefonleitung, der Stabilität der Leitung, der Verbindung oder ähnliches während des Gesprächs zu drücken, die folgendes Schema hat: 90# .

Danach wird das Telefon-Gespräch ganz schnell beendet, man bedankt sich und man wird Ihnen mitteilen, dass keine Probleme vorhanden sind aber genau da fängt Ihr Problem an! Mit diesem Code haben Sie ihre Telefonleitung dem Anrufer 'geöffnet',
d.h.
, er kann ab sofort auf Ihre Rechnung in der ganzen Welt herumtelefonieren und Sie bezahlen. Sollten Sie darauf eingegangen sein, rufen Sie sofort die Service-Nummer Ihres Providers an und lassen Sie notfalls den Anschluss sperren!

b) Für die ganz normalen RTB-Leitungen (Standard-Telefonleitung) hat man sich Nachstehendes einfallen lassen. Die Telefónica hat für einige telefonische Operationen ihr System automatisiert, d.h. sie sprechen eigentlich mit einem Computer mit Spracherkennung. Hier wird ein eben solcher Sie anrufen und Ihnen mitteilen, dass Sie eine Text-Message erhalten haben, aber diese leider nicht lesen können, da Sie nicht über das speziell dafür ausgestatte Telefon DOMO verfügen. Um Ihnen diese Nachricht zugänglich zu machen, fordert man Sie auf, eine bestimmte Tastenkombination über ihre Tastatur einzugeben – und somit haben Sie auch in diesem Falle Ihre Leitung dem Anrufer zugänglich gemacht. Vorsicht: Hier kann die Kombination variieren!

Auch hierbei scheint die einzig effektive Lösung der sofortige Kontakt mit Ihrem Provider bzw. eben die Stilllegung des Anschlusses.

Nach Auskunft der Telefónica selbst weiß man im Moment nicht, wie man diesen Betrug unterbinden kann, da diese programmierten Tastenkürzel Teil der umfangreichen Kommunikationssoftware des kompletten Festnetzes in Spanien sind.

Zur Vorbeugung einige Vorschläge und Hinweise:

Die Telefónica oder jeder andere Provider rufen Sie normalerweise nicht unter diesen Aspekten an, sollten Sie nicht vorher einen Defekt an Ihrer Leitung oder Ihrem Telefon gemeldet haben. Man wird Sie NIE auffordern, selbst Ihr Telefon zu überprüfen anhand von Tastenkombinationen, sondern es wird ein Mitarbeiter des technischen Dienstes bei Ihnen vorstellig werden, findet man den Fehler nicht außerhalb Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung.

Nach Behebung eines etwaigen Defekts wird Sie ein Kontrollanruf Ihres Providers erreichen, wobei Ihnen mitgeteilt wird, dass Ihre Leitung wieder Instand gesetzt ist.

Neuerdings hat die Telefónica eine Art 'Zufriedenheitsumfrage' eingeführt, die im Anschluss an (fast) jedes Gespräch mit der Telefónica (sei es technischer Dienst, Beschwerdestelle, Serviceanfragen, o.ä.) automatisch angesagt wird. Dazu fordert man Sie auf, die “1” für “zufrieden” oder die “2” für sonstige Kommentare zu drücken. Das war's!

Telefon-Verkauf oder -Werbung kann Sie hin und wieder auch erreichen (wie z.B. eine Firma, die sich selbst als Vertreiber von Klimatisierungsgeräten mit Sitz in Pájara ausgibt, ein Großhandel aus Las Palmas, der Ihnen “zur Probe, ohne Kaufzwang und mit Rückgaberecht” eine oder gleich mehrere Matratzen “vorbeibringen” will, eine deutschsprachige Angestellte einer Bank in Costa Calma, die Sie zu überreden versucht, zu Ihrer Bank zu wechseln – notfalls auch mit Hausbesuch!, oder eben die verschiedenen Telefon-Anbieter, die Sie alle davon überzeugen möchten, dass jene die günstigsten auf dem Insel-Telefon-Markt sind), aber keiner wird Sie dazu auffordern, Ihr Telefon zu manipulieren. Im Zweifelsfalle: Auflegen!

Aber auch Mobiltelefone retten Sie nicht vor 'Hackern'!

Hier noch einige neuartige Fallen bei Mobiltelefonen: Jene funktionieren sowohl bei Vertragstelefonen spanischer Provider (Movistar, Amena, Vodafone, Tele2, etc.), als auch bei ausländischen Handys, die im spanischen Mobilfunknetz eingeloggt sind!

a) Im Display erscheint: “INVIABLE !!” (Groß- oder Kleinbuchstaben). Den Anruf NICHT abnehmen, NICHT ablehnen, sondern einfach klingeln lassen, bis die Verbindung sich löst, danach den nicht angenommenen Anruf einfach löschen. Es handelt sich hierbei um einen sehr potenten Virus, der Ihr Telefon ruiniert!

b) Eine SMS fordert Sie unter diversen Kommentaren auf, die Nummer (11)41455414 anzurufen. Dies scheint ein so genannter 'Dialer' zu sein, der sich bei allen folgenden Anrufen automatisch vorschalten und so ihre Telefonrechnung ins Unendliche katapultieren wird

c) Man ruft Sie auf Ihrem Handy an und fordert Sie auf unter welchen vorgeschobenen Gründen auch immer eine Nummer zwischen “0” und “90” über die Tastatur einzugeben, SOFORT auflegen! Man versucht gerade auf Ihre SIM-Karte zuzugreifen!

d) Eine SMS fordert Sie auf, die Nummer 1749 anzurufen, da Sie angeblich etwas gewonnen haben, eine Nachricht für Sie hinterlassen wurde oder wie auch immer. Direkt löschen! Es ist ein Versuch, auf Ihre SIM-Karte zuzugreifen und im Anschluss auf Ihre Kosten zu telefonieren.

Und hier noch ein z.Zt. häufiger Internet-Virus:

Erhalten Sie eine Email mit dem Text (in der Kopfzeile oder direkt im Text): “La vida es bella” oder einen Anhang mit dem gleichen Text und der Power-Point-Endung '.ppt', löschen Sie die Email, ohne nachzusehen, was es sein könnte! Denn die “Leben ist schön”-E-Mail bringt nach dem Öffnen die Nachricht “Ahora es tarde, su vida no es más bella” (“Jetzt ist es zu spät, Ihr Leben ist nicht mehr schön”) auf den Bildschirm und es beginnt ein raffinierter Löschvorgang auf Ihrem PC, zudem werden Email- und andere vertrauliche Daten an den Absender verschickt.

Sagen Sie dies auch Freunden und Bekannten weiter, falls jene nicht zu den regelmäßigen Besuchern unserer Web-Seiten gehören! [ Solche soll's ja auf Fuerteventura immer noch geben... ;-)) ]

Über neue Hacker-Attacken “auf Spanisch” auf Telefon, Handy und Computer werden wir Sie auf dem Laufenden halten!



 


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