Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten(zusammengestellt am 05.06.2006) |
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Interview mit Jesús León Seit gut einem
Jahr ist Jesús León der Rat für Infrastruktur und Flächenplanung der
Inselregierung von Fuerteventura. Er tritt dafür ein, dass es notwendig
ist, die aktuelle Entwicklung des Tourismus auf der Insel zu
kontrollieren. León ermöglicht jedem, der ihn darum bittet, Einblick in
seine Pläne und ist dankbar für jede konstruktive Kritik aus der
Bevölkerung. Aus der Tageszeitung Canarias7 stammt das folgende
Interview.
Obwohl sich dieser Plan “touristische Flächenplanung“ nennt, beeinflusst
er doch die ganze Insel und ihre Bevölkerung. Deshalb sollten alle
Einwohner von Fuerteventura ihn kennen, ob sie nun etwas mit dem
Tourismus zu tun haben oder nicht. Und deshalb ist unsere erklärte
Absicht, ihn überall dort zu erläutern, wo Interesse besteht, um ein
Höchstmaß an Anregungen zu erhalten. Das einzige, was wir fordern ist,
dass die Vorschläge schriftlich eingereicht werden sollten. Gehen Sie offen und ehrlich mit diesem Thema um? Wenn wir auf etwas stolz sind, dann darauf, dass zum ersten Mal in einer Dokumentation alle Informationen der Inselregierung offen gelegt sind, damit die Bevölkerung von Fuerteventura weiß, wie viele verschiedene Bebauungspläne es gibt, und in welchem Stadium sie sich jeweils befinden, Gemeinde für Gemeinde. Wir verbergen nichts. Außerdem haben wir vorgesehene Genehmigungen zurückgestellt, um sie erst der Mehrheit bekannt zu machen. Ist die Situation so dramatisch, was die Bebauungspläne angeht? Wir gehen von einer konkreten Analyse aus und fordern, wenn jemand meint, wir würden uns täuschen, dass er uns dies sagt. Wir kommen zu der Schlussfolgerung, dass es immer noch 55.000 Betten sind, die auf Fuerteventura geschaffen werden können, dass setzt ein Bevölkerungswachstum von mehr als 100.000 Menschen voraus und damit die Notwendigkeit von mehr als 2 Millionen Touristen im Jahr. Und das ist die Realität, ob uns das gefällt oder nicht. Angesichts dieser Situation sagen wir, dass wir auf die Bremse treten müssen, dass wir unser Bauland frei machen oder zumindest frei halten müssen, um die Zukunft planen zu können. In unserer Studie versuchen wir, wenn wir schon nicht die exzessive Vergabe von Baulizenzen rückgängig machen können, wenigstens zu bewerkstelligen, dass nicht alles so bald und auf einmal geschieht. Hat man in der Vergangenheit Fehler bei der Flächenplanung von Fuerteventura zurückgehalten? Wir sind uns klar darüber, dass der wertvollste Besitz, den wir haben, unser Land ist und dass wir es nicht verschwenden dürfen. Wir denken, dass es nun reicht, denn haben wir diesen wertvollsten Besitz lange genug missbraucht. Deshalb müssen wir ihn nun endlich retten — damit derjenige, der in 20 Jahren regieren wird, entscheiden kann, was er mit dem Land macht, aber nicht vorher. Das ist unsere Philosophie. Ich weiß nicht, ob wir sie gut oder schlecht auf unsere Dokumentation übertragen haben. Aber es handelt sich durchaus nicht um ein Wachstumsprojekt, jedenfalls nicht solange ich noch Ratsmitglied bin. Werden Sie die touristischen Gebiete vergrößern? Das ist ein weiterer Irrtum! In diesem Flächennutzungsplan sehen wir ausgedehnte Feriengebiete vor, aber wir streben an, deren Nutzung für die Zukunft zu bewahren. Dort wird es keinerlei Wachstum geben, weder für die Industrie noch für den Wohnungsbau. Wir möchten sie unangetastet lassen, bis in 20 oder 25 Jahren, oder auch nie, dort neue Projekte für Urlauber entwickelt werden. Aber jetzt darf dort absolut nichts gebaut werden.
Verschnaufpause für die Landschaft Jesús León hat vor kaum einem Jahr Domingo Berriel als Rat für Infrastruktur und Flächenplanung abgelöst. In dieser kurzen Zeit hat seine Abteilung große Aktivitäten entwickelt, ausgerichtet auf zwei Punkte, im Prinzip Gegensätzlichkeiten: die Modernisierung und Instandsetzung einer Vielzahl von Straßen, zusammen mit der Ausarbeitung von legalen Maßnahmen, um die aktuelle rasante städtische Entwicklung zu reduzieren. Er gesteht, dass unbewohnte weite Ebenen mit einer einzigen Palme am Horizont für ihn die idealen Landschaften sind. Und obwohl er sich eigentlich als Utopist sieht, versichert er anschließend “Man muss trotzdem Realist sein“. Ein Plan gegen die drohende Vermassung Der touristische Flächennutzungsplan ist ein Instrument, welches die Inselregierung dringend einsetzen möchte, um das Desaster zu verhindern, das über die Insel zu kommen droht. Mit den mehr als 55.000 Betten-Lizenzen für die 6 Gemeinden und für weitere geplante, würde die Bevölkerung in kurzer Zeit um 113.220 Einwohner auf das Doppelte von heute anwachsen. Die neuen Familien werden neue Krankenhäuser brauchen, Gerichtsgebäude und nicht weniger als 22.000 neue Schulplätze. Um die neuen Hotels halten zu können, wären jährlich mehr als 2 Millionen Feriengäste erforderlich und das würde die Nutzung von mehr als 1 Millionen qm bisher unberührten Strandes mit sich bringen. Wenn das alles realisiert würde, schlimmer noch, wenn alles auf einmal umgesetzt würde, würde darunter die Lebensqualität der Einwohner von Fuerteventura extrem leiden. Und es würde die Verwaltungen verpflichten, Investitionen in Multimillionenhöhe in Angriff zu nehmen, die veranschlagt wurden mit ca. 50.000 Millionen. Der neue Flächennutzungsplan will diese unhaltbare Entwicklung bremsen, und definiert ganz klar: ”Es wird kein Quadratmeter Boden mehr zugeteilt!” Die Inselregierung nimmt ganz klar eine politische Interventionsstellung ein und verhandelt die Reduktion von schon genehmigten Projekten zumindest auf 50 %. Gleichermaßen wird sie ausgedehnte Tourismuszonen schaffen, für die ein Nullwachstum angeordnet wird. Die Bebauung wird verboten und es werden Gebiete festgelegt für zukünftige Generationen. Verbunden damit, werden mit der Zeit die Gebiete für erschließbaren Grund erweitert, der Qualitätsstandard für Ferienunterkünfte verbessert und die Modernisierung und Renovierung von obsoleten Ferienanlagen ausgebaut. Schließlich wird die Errichtung von Sport- und Freizeitzentren und Golfplätzen gefördert.
Offizieller Antrag von Fred
Olsen für den Süden von Fuerteventura
Anstieg der
ausländischen Residenten auf Teneriffa doppelt so hoch wie auf Gran
Canaria — Gemäß der Daten des statistischen Instituts der Kanaren (Istac) stieg 2004 die Anzahl der ausländischen Residenten auf Teneriffa um mehr als das doppelte als auf Gran Canaria. Zwischen dem 1. Januar 2004 und dem 1. Januar 2005 haben sich insgesamt 36.479 Ausländer offiziell angemeldet, hauptsächlich Engländer, Deutsche und Italiener. 70% der neuen Einwohner auf den kanarischen Inseln waren demnach Ausländer. Die folgenden Tabellen zeigen den Anstieg unter verschiedenen Gesichtspunkten: Zuzug auf die Kanarischen Inseln
Von 222.260 ausländischen Residenten, gezählt am 1.Januar 2005, sind 102.509 aus Europa.
Die Kanarischen Inseln
liegen bei den Europäern mit mehr als 16.000 Neuanmeldungen auf dem
ersten Platz,
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