Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten(zusammengestellt am 14.12.2005) |
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Säuberungsaktionen auf Fuerte Eigens dafür geschaffene Arbeitstrupps werden in den nächsten Wochen zu Reinigungsarbeiten auf dem gesamten Territorium zu sehen sein und teilweise wohl mit schwerem Gerät unterstützt werden müssen, um der Müllflut Herr zu werden: verrottete Fahrräder, ausgediente Waschmaschinen und selbst Autowracks gehören zu den größeren Teilen, die entfernt werden müssen. Aber auch für den täglich anfallenden Hausmüll werden die Barrancos als Müllabladestation missbraucht, ein Vorgehen, dem die Inselregierung endlich ein Ende bereiten möchte. Ein heutzutage nicht verständliches Treiben, das außerdem kein unbedingt Tourismus förderndes Image hinterlässt. Angefangen hatte man schon vor Jahren mit der Säuberung und Instandhaltung der Strände vor den großen Tourismusansiedlungen. Diese Aktion weitete man später auch auf entlegenere Strände aus. Dafür wurden teilweise die Sonnenliegen-Aufsteller einbezogen, die ihrerseits kleine Mülleimer und Aschenbecher unter ihren Gästen verteilen, um das 'Müllverstecken' im Sand zu unterbinden. Aber auch hier
reichte das alleinige Aufstellen von Müllcontainern an den
Strandzugängen nicht aus und so werden auch hier von den Gemeinden
zusätzliche Trupps zur Strandsäuberung eingesetzt. Seit Mitte November
können die Strandarbeiter auch auf die Unterstützung einer (vorerst nur
einer) Strandsäuberungsmaschine rechnen, Modell 'New Holland', die für
die Inselregierung eine Investition von rund 150.000 € bedeutete. Damit
sollen große Strandflächen in kürzester Zeit von Unrat befreit werden
können. Aber all die
Anstrengungen und Investitionen reichen nicht aus, um die Insel von
ihrer schönsten Seite zu zeigen. Auch IHRE Mithilfe ist gefragt! Die
Umwelt dankt es. Ein kanarischer Abstecher in die Türkei Eine weite Informationsreise unternahmen verantwortliche des Tourismuspatronats und der Hotelier-Vereinigung aus Fuerteventura. Einer der größten Mitbewerber auf dem Tourismusmarkt - das schon fast legendäre deutsche Urlaubsziel Türkei - wurde von den Verantwortlichen in Augenschein genommen, genauer gesagt die Regionen Belek und Belera. Auf der Suche nach neuen Ideen besuchte man die größten Ferienansiedlungen, um für die Zukunft Alternativangebote zu dem bislang beworbenen "Sonne- und Strand-Urlaubsziel" Fuerteventura zu finden. Gefunden hatte man viele Golfplätze, ähnlich wie auf Fuerteventura, allerdings bereits fertig und bespielbar. So ist dann auch die 30%ige Bettenbelegung der dortigen Hotels mit Golfsportlern nicht sonderlich überraschend. Eine für Fuerteventura bislang futuristische Zahl. Weitere Resultate wie: "Die Hotels stehen auf öffentlichem Gelände und werden von den Hotelbetreibern auf lange Zeit zu einem Symbolpreis angemietet, die Monatsgehälter des Hotelpersonals liegen im Schnitt bei 300 €." rechtfertigen auch keine derart aufwendige Reise auf Kosten des Steuerzahlers. Ein Blick ins Internet hätte genügt, um diese Informationen zu erhalten. Mit derartigen Dumpingpreisen könne man nicht konkurrieren, war als Fazit der hiesigen Touristik-Ministerin zu hören. Vielmehr sollte man auf Fuerteventura weiterhin auf Qualität setzen. (Auch dies hatten wir schon wiederholt in den letzten Jahren aus diesem Ministerium gehört und ist als Resultat dieser Reise zu dürftig!) Warum setzen wir
nicht weiterhin auf Sonne und Strand? Damit sind wir groß geworden und
außerdem ist beides ohne größeren Investitionsbedarf bereits vorhanden.
Alternativangebote: Surfen, Tauchen, Segeln, Wassersport aller Art,
...gibt es schon.
Die Eröffnung des 'Centro Comercial Las Rotondas' verspätet sich Wie aus den Reihen der betreibenden Firmen, 'Exchantur' und 'Fuerteventura Comunicaciones' zu hören war, wird sich der Zeitpunkt der Eröffnung noch bis in den März hinziehen Das Shopping-Center
wird dann auf 60.000 qm Geschäftsfläche, verteilt auf vier Stockwerke,
114 Ladenlokale beherbergen, von denen 90 in den Branchen Mode- und
Komplementärartikel, Elektronic, Computer, Supermärkte, etc. tätig sein
werden. Die restlichen 24 Geschäftsräume sind für Cafeterías,
Restaurants, Schnellimbisse, usw. gedacht. Parkplatzprobleme wird es
kaum geben: 800 Stellplätze sind auf zwei unterirdischen Parketagen
vorhanden, alle Stockwerke sind über Treppen und Aufzüge erreichbar. Leider kam eine
Absage von der französischen Supermarktkette Carrefour und auch der
Spanier Alcampo wird vorerst nicht vertreten sein (schade, schade!).
"Gehen Sie direkt ins Gefängnis! Gehen Sie nicht über Los! Ziehen Sie
nicht 4000 € ein!" Mitte November hat der Ministerrat neue Gefängnisbetten genehmigt. 18.000 auf dem gesamten spanischen Territorium, aufgeteilt in 46 neue Zentren, von denen eines auf Fuerteventura entstehen wird. Bislang werden die hier verurteilten Übeltäter im Gefängnis in Tahíche auf Lanzarote untergebraucht, welches aber seit geraumer Zeit vollkommen überbelegt ist, wie derzeit alle derartigen Einrichtungen in Spanien. Die aktuell 66 spanischen Gefängnisse mit 38.000 Plätzen beherbergen — laut Zahlen von Ende November — insgesamt 51.222 Häftlinge, eine Belegungsquote von 149%. Allerdings stehen dem
Gefängnis auf Fuerte skeptische Meinungen gegenüber. Erhöhung der
Kriminalitätsrate wird befürchtet (?), "inkombatibel mit dem Tourismus"
meinen andere. Allerdings haben auch Gran Canaria, Teneriffa und
Lanzarote diese staatlichen "All-Inklusive-Anlagen" auf ihrem Terrain
stehen. Und warum sollte man den 'presos', den Häflingen nicht auch ein
wenig Fuerte-Klima gönnen...?
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