Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten(zusammengestellt am 27.04.2005) |
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Puerto del Rosario bekommt ein neues Gesicht... ..und zwar von der Meerseite her: die Umgestaltung des Hafens, der Mole und des 'Paseo marítimo', des Spazierwegs am Meer und der Hafenstraße. Nach einem vor einem Jahr ausgeschriebenen Architektenwettbewerb, an dem sich zahlreiche national und international anerkannte Größen beteiligten, sind die Modellentwürfe die Grundlage einer Ausstellung in Puerto del Rosario. Die zehn Modelle können noch bis zum 13. Mai im Zentrum betrachtet werden, genauer im Gebäude des Gemeinderats ('Consistorio') an der Ecke 'Primero de Mayo' und 'León de Castillo. Der Bürgermeister
unserer Hauptstadt will so den Bürgerwillen in die endgültige
Entscheidung mit einbeziehen, wie er sich bei der Eröffnung der
Ausstellung am 23. April gegenüber der Presse äußerte. Binter nabelt sich vom großen Bruder IBERIA ab Ein auslaufender Vertrag und ein nicht überzeugendes Angebot zwischen den beiden Fluglinien Binter Canarias und Iberia Airlines hat die auf den Kanaren operierende Binter-Flug-Company veranlasst, eine eigene Handling-Abteilung zu gründen. Die Bodenversorgung (das 'handling') der Flugzeuge — Betanken, Warten, Gepäck und weitere Serviceleistungen — wurde bisher mit Personal der 'Iberia-Handling' durchgeführt und musste von der heimischen Inselfluglinie teuer bezahlt werden. Mit dem Auslaufen des Vertrages zum 25. Juli — Iberia konnte/wollte Binter kein annehmbares Angebot vorlegen — wird man dies nun unter eigener Regie betreiben. In den Tageszeitungen werden bereits Stellenangebote für Techniker, Verwaltungspersonal und viele weitere Arbeitsplätze, die auf allen kanarischen Inseln zu besetzen sind, veröffentlicht. Auf den Plan riefen sich auch die
Gewerkschaften, die mit dem 'Abnabeln' der Kanaren-Flieger und der
vertraglichen Bindung eigener und von Iberia übernommener Arbeiter die
Rechte jener schon im Vorfeld geklärt wissen wollen. Laut den Statuten
der Manteltarifverträge müssen die von Iberia übernommenen Arbeitskräfte
zu gleichen (oder besseren) Konditionen weiterbeschäftigt werden. Um
dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, wird eventuell an den Tagen 29.
April und 04. Mai ein Generalstreik veranstaltet. Schon mal
vorausschauen: Sollten Sie können, vermeiden Sie am besten an diesen
Tagen, zwischen den Inseln zu fliegen, da die angekündigten Streiks in
ein totales Chaos ausarten könnten.
Wie schon vor einigen Wochen kurz angerissen und um all jene, vor allem hier residierende Autofahrer aufzuklären, die von einem auf Gran Canaria ausstrahlenden, deutschsprachigen Radiosender verunsichert worden sind, hier einmal in Klartext: Das neue Punktesystem ist noch nicht vom Senat abgesegnet worden, soll nach dem Parlamentswillen allerdings noch vor der (parlamentarischen) Sommerpause auf den Weg gebracht werden. Punkte: Jeder Autofahrer erhält ein Guthaben von 12 Punkten. Führerscheinneulinge bis ein Jahr lediglich 8 Punkte (für 'Alkohol am Steuer' oder 'überhöhte Geschwindigkeit', etc. für jene 2 Jahre 'Probezeit')! Für Verkehrsvergehen werden Punkte abgezogen. Bei z.B. 'Alkohol am Steuer' oder auch bei exzessiver Geschwindigkeit sind die zwölf Punkte auf einmal fällig. Dazu kommt eine Sperre zum Wiedererlangen des Führerscheins von einem halben Jahr, 3 Monate für Berufskraftfahrer. Bei Wiederholungstätern innerhalb von drei Jahren verdoppelt sich die Wartezeit. Aber auch
Guthabenpunkte können angesammelt werden. Für 'gute' Autofahrer — oder
auch für diejenige, die durch Glück nicht erwischt werden! — können in
den ersten zwei Jahren zwei Nach der offiziellen
Approbierung durch das Parlament und das Inkrafttreten des Gesetzes
werden wir Sie an dieser Stelle und auch im Fuerte-Fan-Magazin genauer
in Kenntnis setzen. Illegale Immigranten: Viele Hoffnungen platzen wie Seifenblase Die illegale Immigration auf dem Archipel und vor allem auf Fuerteventura hat für viel Aufsehen — und nicht nur auf unserer Insel — gesorgt. Die 'Flucht in den Goldenen Westen'. Wer kennt jenes Thema wohl besser als die deutsche Bevölkerung? (Einen ausführlicher Bericht darüber können Sie in der aktuellen Ausgabe des Fuerte-Fan-Magazins nachlesen.) Nachdem die Immigrantenzahlen in Spanien überhand genommen haben, Spanien diese illegalen Arbeitskräfte andererseits dringend benötigt, um die Sozial- und Haushaltskassen aufzufüllen, wurde kurzerhand und übereilt ein Regulierungsgesetz auf den Weg gebracht, das eigentlich keiner so richtig versteht. Der Tenor: die Schwarzarbeit lässt keinen Deut in die gebeutelten Staats- und Sozialkassen fließen, also lassen wir den Immigranten die Papiere zukommen. Nicht dazu gesagt wurde: nur für eine begrenzte Zeit, und danach schicken wir sie wieder nach Hause! Die Mithilfe der Arbeitgeber wurde gefordert, und zwar jener Arbeitgeber, die bislang Immigranten illegal beschäftigten und dafür nach eigenem Gutdünken entlohnten. Die Reaktion der Arbeitgeber: alle Immigranten auf die Straße! Lediglich 30 Arbeitgeber haben sich beim Ausländeramt für das neue Gesetz interessiert, bei über 1.000 eingegangenen Anträgen von Immigranten (2004), Zahl steigend. Keine Arbeit, keine Papiere. Alle Türen bleiben verschlossen. Allerdings gibt es
für einige doch eine Hoffnung: Die einheimischen Bevölkerung. Ich selbst
kenne auf Fuerteventura etliche Unternehmen mit einheimischen Chefs, die
sich persönlich kümmern. Die Majoreros sind sich eher der Bedürfnisse
und des Leids der Immigranten bewusst, als die vom Festland zugereisten
Direktoren und Unternehmer.
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